Geschichte
Vertiefende Kapitel zur Geschichte der Russlanddeutschen – sachlich erzählt und mit nachprüfbaren Quellen belegt.

12.–20. Jahrhundert
Russen und Deutsche – eine gemeinsame Geschichte
Ein Überblick über die jahrhundertelange Verflechtung zweier Völker: Deutsche im Zarenreich, die Kolonisten und ihre Nachbarn, der Umschlag zum „inneren Feind" und die Rückkehr.

1764–1914
Alltag und Kultur in den Kolonien
Wie die Kolonisten lebten: das planvoll angelegte Dorf und der unteilbare Hof, Weizen und Sarepta-Handwerk, Schulze und „freie Leute", Kirche und Küsterschule – und das Festjahr mit Pelznickel, Ostereierrollen, Strudel und den ersten gesammelten Wolgaliedern.

1918–1941
Die Republik an der Wolga (1918–1941)
Aufstieg und Ende der Autonomen Republik der Wolgadeutschen: Gründung, deutschsprachiger Bildungs- und Kulturaufbau, die Hungersnöte, der Terror und die Deportation von 1941.

1941–1956
Deportation, Trudarmee und Verbannung
Der Erlass vom 28. August 1941, die Deportation nach Sibirien und Kasachstan, die Zwangsarbeit in der „Trudarmee", das lange Leben unter der Kommandantur – und der weite Weg zur Rehabilitierung. Wie die Namen der Opfer bewahrt werden.

18.–21. Jahrhundert
Sprache und Dialekte der Russlanddeutschen
Von den mitgebrachten Mundarten (hessisch, pfälzisch, schwäbisch, Plautdietsch) über russische Lehnwörter und die Sprachforschung bis zum Sprachverlust nach 1941 – und dem Plautdietsch, das weltweit weiterlebt.

18.–21. Jahrhundert
Köpfe der Russlanddeutschen
Dreizehn Lebensbilder: vom mennonitischen Agrarreformer Johann Cornies über den Raumfahrt-Pionier Boris Rauschenbach und den Komponisten Alfred Schnittke bis zu Helene Fischer – Menschen, in denen die Geschichte der Russlanddeutschen greifbar wird.

seit 1987
Gegenwart und Identität in Deutschland
Die Rückkehr nach Deutschland seit 1987, rund 2,4 Millionen (Spät-)Aussiedler, die doppelte Fremdheit („dort die Deutschen, hier die Russen"), Landsmannschaft und Kulturzentren – und eine junge Generation, die ihre Herkunft neu entdeckt.